Lifestyle

Habe ich das Zeug zum Barista?

geschrieben am 10. Juli 2013

„Ich bin ein Barista“. Das klingt doch mal nach etwas Besonderem, oder? Irgendwie stolz und auch ein bisschen geheimnisvoll. Gut, nicht ganz so wie „Torero“, aber ein südländisches Gefühl macht sich schon breit. Das darf es auch. Denn der Begriff Barista stammt aus dem Italienischen und bedeutet nichts anderes als Barkeeper. Oder Theker, wenn wir bei sprachlichen Wurzeln bleiben wollen. Doch während ein Barista in Bella Italia jedes Getränk serviert, kümmern sich seine Kollegen außerhalb der Landesgrenzen ausschließlich um Kaffee. Oder Espresso, um genauer zu sein. Ihm entlockt der erfahrene Barista Kaffeekreationen, deren Variationsarten genauso in die Breite gehen, wie die Geschmacksnuancen ins Detail. Aber bis es soweit ist, hat er einiges zu lernen und noch mehr zu probieren.

Eine klassische Berufsausbildung zum Barista gibt es nicht.
Sein Wissen erlangt der angehende Kaffeespezialist also in Kursen, die in ihrem Umfang von Basis-Know-how bis hin zur professionellen Allroundbildung alles abdecken. Ein gut ausgeprägten Geschmackssinn sollte der Ausbildungswillige von sich aus mitbringen. Darauf aufbauend lernt er alles über die Bohnenarten, ihren Anbau, beste Lagen, die Ernte, die überaus wichtigen und geschmacksprägenden Röstungsarten, die optimale Verpackung und Versandwege. Weiter geht es mit der richtigen Lagerung, dem perfekten Mahlgrad, der idealen Brühtemperatur, einer nahezu virtuosen Beherrschung der Zubereitungsmaschine bis hin zu wahren Kunstwerken (Latte Art), die aus Milchschaum und Espresso auf die Tasse gezaubert werden. Nur, um mal ein paar relevante Themen anzuschneiden. Hinzu kommen noch viele Jahre Erfahrung und die Leidenschaft, sein Können ständig zu verfeinern.

Ja, Barista ist wirklich kein Beruf, sondern wohl eher Berufung. Und allen angehenden Kaffee-Gourmets sei versichert: Einen D‘Aracruz aus der Hand eines echten Barista zu genießen, ist ein Erlebnis für sich.